Heiße Sommertage bringen laut Umweltbundesamt oft hohe Temperaturen in die Wohnung. Davon ist auch das Schlafzimmer betroffen. Eine Klimaanlage kann dann helfen, wenn sie überlegt eingesetzt wird. Dieser Ratgeber zeigt, welche Temperatur Fachstellen für den Schlaf nennen und wie Sie das Klimagerät sparsam betreiben. Außerdem geht es um Geräusche, Hygiene und die Frage, wer ein Split-Gerät einbauen darf. Dieser Ratgeber gibt allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Fachberatung oder Rechtsberatung.
Das Wichtigste in Kürze
- Laut gesund.bund.de soll die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad liegen.
- Das Umweltbundesamt rät, das Klimagerät nicht unter 26 °C kühlen zu lassen.
- Die Verbraucherzentrale empfiehlt, einige Zeit vor dem Schlafengehen zu kühlen und nachts zu lüften.
- Split-Innengeräte sind laut Verbraucherzentrale oft sehr leise, das Außengerät kann deutlich lauter sein.
- Filter und Verdampfer gehören regelmäßig gereinigt, die Wartung übernimmt Fachpersonal.
- Ein Split-Gerät dürfen nach dem Umweltbundesamt nur Fachleute installieren.
Welche Temperatur beim Schlafen angenehm ist
Das Gesundheitsportal des Bundesgesundheitsministeriums gibt eine klare Empfehlung für die Schlafumgebung. Achten Sie laut gesund.bund.de darauf, dass die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad liegt. Der Raum soll außerdem gut gelüftet und beim Schlafen abgedunkelt sein.
Im Hochsommer ist dieser Bereich oft weit entfernt. Laut Umweltbundesamt bringen heiße Sommertage oft Innentemperaturen über 30 °C mit sich. Als Ursachen nennt es die dichte Bebauung in Städten, Mängel am Gebäude und das Verhalten der Bewohner. Ist die Wohnung erst einmal aufgeheizt, lässt sich die Raumtemperatur nach dem Umweltbundesamt nur schwer wieder senken.
Die Kühltemperatur sparsam einstellen
Für den Betrieb eines Klimageräts gibt das Umweltbundesamt eine eigene Empfehlung. Stellen Sie eine möglichst hohe Kühltemperatur ein, die gerade noch angenehm ist. Versuchen Sie es nach dem Umweltbundesamt zunächst mit 3 bis 4 °C unter der Außentemperatur, aber nicht unter 26 °C.
Die beiden Angaben beantworten unterschiedliche Fragen. Die eine beschreibt eine günstige Schlafumgebung, die andere den sparsamen Betrieb des Klimageräts. Das Umweltbundesamt erinnert außerdem ans Ausschalten. Der erreichbare Komfort kann nach seiner Einschätzung zu langer Betriebszeit verleiten, so dass der Stromverbrauch steigt.
Abends kühlen, nachts lüften
Die Verbraucherzentrale rät, die Klimaanlage nur bei Bedarf einzuschalten, zum Beispiel einige Zeit vor dem Schlafengehen. Für die Nacht empfiehlt sie, das Gerät komplett auszuschalten und stattdessen mit geöffneten Fenstern zu kühlen. Das Umweltbundesamt beschreibt die Nachtlüftung über die Fenster als die effektivste Maßnahme, wenn es innen bereits zu warm ist.
Aus den Hinweisen von Verbraucherzentrale und Umweltbundesamt ergibt sich für einen heißen Tag diese Reihenfolge:
- Halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen, damit warme Außenluft draußen bleibt.
- Schließen Sie den Sonnenschutz, sobald die Sonne auf das Fenster scheint.
- Schalten Sie die Klimaanlage bei Bedarf einige Zeit vor dem Schlafengehen ein.
- Schalten Sie das Gerät zur Nacht aus und öffnen Sie die Fenster, sobald es draußen kühler ist als in der Wohnung.
- Schließen Sie die Fenster wieder, wenn morgens die Außentemperatur steigt.
Der Luftstrom am Bett
Bewegte Luft fühlt sich laut Verbraucherzentrale kühler an als stehende Luft. Das Umweltbundesamt beschreibt bei Ventilatoren denselben Effekt: Die Luftbewegung kühlt die Haut.
Eine feste Regel, wohin ein Innengerät im Schlafzimmer blasen soll, nennt keine der hier ausgewerteten amtlichen Quellen. Auch zu gesundheitlichen Folgen von Zugluft im Schlaf machen diese Quellen keine Angabe. Ob und wie Sie die Ausblasrichtung Ihres Geräts verändern können, steht in der Bedienungsanleitung.
Leiser Betrieb für einen ruhigen Schlaf
Lärm zählt laut gesund.bund.de zu den möglichen Ursachen einer Schlafstörung. Bei einer Klimaanlage im Schlafzimmer lohnt deshalb der Blick auf die Geräusche. Die Verbraucherzentrale rät, beim Kauf auf die Lautstärke im Betrieb zu achten.
Die Angabe steht auf dem Energielabel als Schallleistungspegel. Nach der Verbraucherzentrale ist er nicht direkt mit der wahrgenommenen Lautstärke gleichzusetzen. Grundsätzlich gilt aber: Je kleiner der Wert, desto leiser arbeitet das Gerät. Das Label weist Innen- und Außeneinheit getrennt aus.
Innengerät und Außengerät
Split-Innengeräte sind laut Verbraucherzentrale im Betrieb oft sehr leise, während das Außengerät deutlich lauter sein kann. Das Umweltbundesamt rät, das Außengerät so aufzustellen, dass sein Geräusch weder Sie selbst noch die Nachbarn stört. Für die Aufstellung gelten nach der Verbraucherzentrale die Immissionsschutz-Richtlinien der TA Lärm.
Warum mobile Monoblock-Geräte selten passen
Mobile Monoblock-Geräte lassen sich an jeder Steckdose betreiben, brauchen aber einen Abluftschlauch nach außen. Dafür muss laut Verbraucherzentrale in der Regel ein Fenster oder eine Tür geöffnet werden. Bleibt der Spalt offen, strömt fortlaufend warme Außenluft nach und mindert den Kühleffekt.
Das Umweltbundesamt rät, bewegliche Klimageräte zu vermeiden und sie höchstens ausnahmsweise zu nutzen. Sie kühlen nach seiner Darstellung nicht effektiv, weil die warme Abluft nach draußen gefördert wird und nachströmende Luft den Raum weiter aufheizt. Mobile Split-Geräte arbeiten laut Verbraucherzentrale im Innenraum meist leiser als Monoblöcke, weil der Verdichter draußen steht.
Hygiene: Filter, Verdampfer und Kondensat
Wer im Schlafzimmer kühlt, sollte auch an die Pflege des Geräts denken. Die Verbraucherzentrale rät, gerade Split-Geräte regelmäßig zu warten sowie Verdampfer und Filter zu reinigen. Nur so kann das Gerät nach ihrer Aussage störungsfrei arbeiten.
Beim Kühlen entfeuchten Split-Geräte laut Verbraucherzentrale nebenbei die Raumluft. Die Verbraucherzentrale weist außerdem darauf hin, dass die Kondensatleitung nicht verstopft sein darf.
Die Wartung von Split-Geräten muss nach der Verbraucherzentrale durch Fachpersonal erfolgen.
Der Einbau gehört in Fachhände
Ein fest installiertes Split-Gerät bauen Sie nicht selbst ein. Nach dem Umweltbundesamt dürfen nur Fachleute ein Split-Klimagerät installieren, weil es ein klimaschädliches Kältemittel enthält. Die Verbraucherzentrale nennt als Grund, dass bei der Montage ein Kältemittelkreis installiert werden muss und dafür ein Nachweis vorgeschrieben ist.
Grundlage ist die Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase. Installation, Wartung, Reparatur und Außerbetriebnahme solcher Einrichtungen, Dichtheitskontrollen und die Rückgewinnung des Kältemittels sind danach Personen mit dem in der Verordnung vorgesehenen Nachweis vorbehalten. Sie müssen zudem Vorsorgemaßnahmen gegen das Austreten der Gase treffen.
Vor dem Einbau klären
Für das Außengerät muss die Außenwand durchbohrt werden. Als Mieterin oder Mieter brauchen Sie laut Verbraucherzentrale deshalb die Erlaubnis Ihrer Vermieterin oder Ihres Vermieters. In Mehrfamilienhäusern müssen nach dem Umweltbundesamt die Eigentümergemeinschaft oder die Hausverwaltung die Außeneinheit genehmigen.
Auch die Kühlleistung sollte zum Raum passen. Ist sie zu hoch, schaltet das Gerät laut Verbraucherzentrale ständig ein und aus, entfeuchtet schlechter und verbraucht unnötig Strom. Für die Abschätzung empfiehlt sie eine qualifizierte Fachkraft. Einfluss haben unter anderem Raum- und Fenstergröße, die Lage des Raums und vorhandener Sonnenschutz.
Häufige Fragen
Laut gesund.bund.de soll die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 16 und 18 Grad liegen. Für den Betrieb eines Klimageräts rät das Umweltbundesamt, nicht unter 26 °C zu kühlen. Die erste Angabe beschreibt die Schlafumgebung, die zweite den sparsamen Betrieb.
Die Verbraucherzentrale rät, das Gerät in der Nacht komplett auszuschalten und stattdessen mit geöffneten Fenstern zu kühlen. Einschalten sollten Sie es nach ihrer Empfehlung nur bei Bedarf, zum Beispiel einige Zeit vor dem Schlafengehen.
Split-Innengeräte sind laut Verbraucherzentrale im Betrieb oft sehr leise. Das Außengerät kann deutlich lauter sein und sollte nach dem Umweltbundesamt so aufgestellt werden, dass es weder Sie noch die Nachbarn stört. Die Werte finden Sie getrennt auf dem Energielabel.
Nein. Nach dem Umweltbundesamt dürfen nur Fachleute ein Split-Klimagerät installieren, weil es ein klimaschädliches Kältemittel enthält. Die F-Gase-Verordnung behält solche Arbeiten Personen mit dem dort vorgesehenen Nachweis vor. Eine Ausnahme nennt die Verbraucherzentrale für mobile Split-Geräte, deren Kältemittelkreis geschlossen geliefert wird.
Quellen
- gesund.bund.de: Gut schlafen, im Takt mit der inneren Uhr
Geprüft am 03.10.2026
- gesund.bund.de: Schlafstörungen
Geprüft am 03.10.2026
- Umweltbundesamt: Gegen die Hitze, das können Sie im Sommer für kühle Räume tun
Geprüft am 03.10.2026
- Verbraucherzentrale: Klimaanlage installieren, was ist zu beachten?
Geprüft am 03.10.2026
- EUR-Lex: Verordnung (EU) 2024/573 über fluorierte Treibhausgase
Geprüft am 03.10.2026
Verfasst von DBO Kälte- und Klimatechnik GmbH, Meisterbetrieb, eingetragen bei der Handwerkskammer Münster. Quellen zuletzt geprüft am 03.10.2026.
